Besserer √úberblick durch mobile Hochwasserpegel

01. Dezember 2010

In Jessen läuft Test des Technischen Hilfswerks. An vier Punkten wird gemessen.
VON FRANK GROMMISCH, 22.11.10, 18:36h, aktualisiert 22.11.10, 21:21h

JESSEN/MZ. “Das ist f√ľr uns eine tolle Sache”, sagt Jessens Stadtwehrleiter Hans-Peter Schaefer. In all dem Stress, den das Hochwasser (noch immer gilt in der Schwarzen Elster Alarmstufe III) Feuerwehren und Verwaltungen beschert, gibt es eine Arbeitserleichterung. Denn auf unkompliziertem Wege k√∂nnen derzeit die Pegelst√§nde von Neugraben (bei Grabo), Kremitz (bei M√∂nchenh√∂fe), Schweinitzer K√ľchenteich und Schwarzer Elster in Jessen √ľberpr√ľft werden.

M√∂glich wurde das durch das Technische Hilfswerk (THW). Es erprobt mobile Hochwasserpegel. Bereits w√§hrend der Rekordflut hatten sie den Einsatzkr√§ften gute Dienste geleistet. Inzwischen wurde die Technik mit neuer Software versehen. Daraufhin war eigentlich geplant, die Ger√§te im Raum Berlin zu testen, berichtete Hans-Peter Schaefer. Doch dann haben die Verantwortlichen vom THW von dem neuerlichen Hochwasser in der Schwarzen Elster erfahren und sich f√ľr einen Praxistest bei Jessen entschieden. Seit Freitag, bis weit in die Nacht erfolgte die Installation, k√∂nnen Jessens Verantwortliche verfolgen, wie sich die Wasserst√§nde entwickeln. Jeder Zeit ist es m√∂glich, Daten per Computer √ľber einen gesonderten Zugang auf THW-Internet-Seiten abzurufen. Die Zivil- und Katastrophenschutzorganisation erkl√§rte, dass durch die mobilen Pegel Lang- bzw. Kurzzeit√ľberwachung von Gew√§ssern m√∂glich ist, Schlussfolgerungen f√ľr das Volumen der eingesetzten Pumpen gezogen werden und die Daten als Entscheidungsgrundlage dienen k√∂nnen. Zudem kann sogar eine SMS-Alarmierung programmiert werden, die bei kritischen Wasserst√§nden einsetzt.

Am Montag war √ľbrigens an allen Messstellen eine fallende Tendenz zu beobachten. “Mal sehen, wie sich der Regen auswirkt”, sagte der Stadtwehrleiter dazu. Das System sei sehr benutzerfreundlich, k√∂nne mit geringem Personalaufwand kontrolliert werden und biete jederzeit die M√∂glichkeit, zu anderen Punkten zu wechseln. So kann sich Hans-Peter Schaefer vorstellen, mal einen mobilen Pegel im Bereich Gorsdorf zu setzen. Das h√§lt er vor allem bei Elbe-Hochwasser f√ľr notwendig, um Aufschluss √ľber den R√ľckstau in der Schwarzen Elster zu bekommen.

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