Nur durch regelmäßiges Üben läuft es im Einsatz

04. November 2012

Im Bevölkerungsschutz ist es wichtig Gelerntes in gemeinsamen Übungen anzuwenden und so die bereits angeeigneten theoretischen Kenntnisse zu vertiefen und in einem möglichst realitätsnahen Szenario umzusetzen. Dies gilt ganz besonders auch im ehrenamtlichen Engagement.

Am 13. Oktober führten wir eine standortverlagerte Ausbildung durch, bei der viele Teile der Ausbildung zunächst in einer kleinen Einsatzübung zusammengefasst wurden. Gleichzeitig diente dieser Tag als eine Art Abschlussübung der  Grundausbildung. Hier hatten unsere Helferanwärter die Möglichkeit ihr angeeignetes Wissen praktisch anzuwenden, mit bereits ausgebildeten Helfern zusammen zu arbeiten und einen größeren Ausblick auf ihre zukünftige Tätigkeit zu bekommen.

Ausbildung im Ortsverband ist mit der Ausbildung in einem Übungsgelände nicht zu vergleichen. Man kann in der Dienststelle häufig nur vermitteln, wie Werkzeuge und Geräte benutzt werden aber nur sehr schwer vermitteln welche besonderen Anforderungen an die Helfer und die Ausrüstung im Einsatz gestellt werden. Denn dann steht der Helfer vor einer vollendeten Tatsache, die er mit seinen Kameraden durch schnelles und besonnenes Handeln meistern muss.

Von dem Wissen und der Fähigkeit jedes Einzelnen kann im Einsatz das Leben und die Gesundheit von Betroffenen aber auch der Helfern abhängen. Durch Üben auch unter Stress, wächst ein Team zusammen. Man lernt die Stärken und Schwächen seiner Kameraden kennen und gemeinsames Arbeiten stärkt das Vertrauen. Für den eingesetzten Unterführer sind solche Übungen besonders wichtig, nur hier kann er erkennen wo Bedarf zur Nachbesserung besteht und wo noch Schwierigkeiten bestehen. So kann er in späteren Ausbildungen gezielt darauf eingehen und dadurch die Helfer besser auf den Einsatz vorbereiten.

Durch regelmäßiges Üben kann man so die Fortschritte der Helfer erkennen und durch gesteigerte Anforderungen, die Helfer auf die teils extremen Anforderungen im Einsatz vorbereiten. In Übungen ist Zeit für Fehler. Hier hat man – noch – die Gelegenheit aus seinen Fehlern zu lernen, der Ausbilder kann sofort nachbessern, erklären und helfend eingreifen. Durch Video- und Fotodokumentation kann man gemachte Fehler in einer Nachbesprechung verdeutlichen und auch gesondert darauf eingehen. In erster Linie dienen Übungen dieser und ähnlicher Art dazu, das Vertrauen in die bereitgestellte Ausrüstung zu stärken und Arbeitsabläufe zu verbessern, denn im Einsatz kann jede Sekunde entscheidend sein.