Jahresabschlussbericht 2011 – Bundesanstalt Technisches Hilfswerk

Der Jahresbericht der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk für das Jahr 2011

04. Mai 2012

Was macht das Technische Hilfswerk eigentlich das ganze Jahr über? Der Jahresabschlussbericht 2011 gibt einen gut aufgearbeiteten Rückblick auf das Jahr 2011 und die deutschland- und weltweiten Einsätze des THW.
Sie können den Bericht auf unserer Internetseite herunter laden: Jahresbericht 2011. Technisches Hilfswerk.

Technische Hilfe erfordert engagierte Mitmenschen

„Das Aussetzen der Wehrpflicht in Verbindung mit dem demographischen Wandel stellt das THW vor neue Herausforderungen“, sagte der Präsident des Technischen Hilfswerks (THW), Albrecht Broemme, heute bei der Präsentation des THW-Jahresberichts 2011. Mit rund 39.000 aktiven Helferinnen und Helfern verzeichnete das THW 2.000 Aktive weniger als im Vorjahr. Broemme stellte den Jahresbericht gemeinsam mit dem Leiter der Abteilung Krisenmanagement und Bevölkerungsschutz im Bundesinnenministerium, Norbert Seitz, und THW-Bundessprecher Frank Schulze auf dem Mannheimer Maimarkt vor.

Rund 570.000 Einsatzstunden leisteten die THW-Kräfte im vergangenen Jahr. Nach dem Rekordjahr 2010 pendelte sich die Einsatzzeit damit leicht über dem Niveau der Vorjahre ein. „Darunter fallen diverse Einsätze nach Unwettern, Bränden oder Unglücken in Deutschland, ebenso wie die Auslandseinsätze des THW“, erläuterte Broemme. Der Jahresbericht informiert unter anderem über die THW-Einsätze nach der Dürrekatastrophe am Horn von Afrika in Äthiopien, zur Unterstützung der Vereinten Nationen im Südsudan und nach dem Erdbeben in Japan.

„Der Einsatz für die Mitmenschen, technische Hilfe weltweit und das ehrenamtliche Engagement im Bevölkerungsschutz – das zeichnet das Technische Hilfswerk aus und ist die Grundlage für die Motivation der Einsatzkräfte“, sagte BMI-Abteilungsleiter Norbert Seitz. „Ihr bürgerschaftliches Engagement macht den THW-Kräften Spaß und ist gleichzeitig ein wichtiger Beitrag für unsere Gesellschaft“, betonte Seitz.

„Trotz weniger Neueintritte ist das THW gut aufgestellt. Mit dem Entwicklungskonzept für unsere Einsatzkräfte werden wir unsere einsatztaktischen Ziele langfristig erreichen“, sagte Bundessprecher Frank Schulze. Das THW verfüge zudem über ein attraktives Freizeit- und Bildungsangebot, das die THW-Kräfte auch für ihren Beruf weiterqualifiziere. „Mit unserer bundesweiten Imagekampagne ‚Raus aus dem Alltag. Rein ins THW!‘ wollen wir den THWGedanken bei der Bevölkerung bekannter machen, um einfacher neue Helferinnen und Helfer für das THW gewinnen“, ergänzte THW-Präsident Broemme.

Das THW ist die Einsatzorganisation der Bundesrepublik Deutschland im Bevölkerungsschutz und wird zu 99 Prozent von ehrenamtlichen Kräften getragen. Die insgesamt 80.000 Angehörigen sind in 668 Ortsverbänden organisiert. Die THW-Einsatzkräfte leisten in Not- und Unglücksfällen mit Technik und Know-how vielfältige Hilfe – in Deutschland und im Ausland.